Glossar

Ad-Hoc-Mitteilung

Dabei handelt es sich um kursrelevante Meldungen, die alle Aktionäre gleichzeitig erreichen sollen. Börsennotierte Unternehmen sind nach §15 WpHG dazu verpflichtet, alle Unternehmensnachrichten, die den Aktienkurs potenziell erheblich beeinflussen können, unverzüglich zu veröffentlichen. Dadurch soll verhindert werden, dass Insider einen Informationsvorteil ausnutzen und alle Aktionäre das gleiche Wissen nutzen können. Zu den meldepflichtigen Tatsachen können u. a. Großaufträge, unerwartetes neues Umsatzpotenzial, Bilanzzahlen, Gewinneinbrüche, gewichtige personelle und andere einschneidende Veränderungen im Unternehmen gehören.

Aktiengesetz

Damit werden die gesetzlichen Vorschriften für Aktiengesellschaften geregelt. Zu diesen zählen unter anderem die Gründung der Gesellschaft und ihrer Auflösung auch der Anspruch eines Aktionärs auf Gewinnbeteiligung in Form einer Dividende, das Stimmrecht eines Aktionärs (bei Stammaktien), das Auskunftsrecht eines Aktionärs auf der Hauptversammlung der Gesellschaft, die Bezugsrechte für Kapitalerhöhungen, die Ausgabe von Aktien usw.

Aktienregister

§67 AktG schreibt das Führen eines Aktienregisters für Namensaktien vor. In diesem müssen neben dem Namen, dem Geburtsdatum und der Adresse des Inhabers auch Stückzahl oder Aktiennummer eingetragen werden. Nur wer im Aktienregister eingetragen ist, gilt auch tatsächlich als Aktionär. Sollte die Namensaktie auf einen anderen übergehen, so erfolgen Löschung und Neueintragung im Aktienregister auf Mitteilung und Nachweis. Bei Namensaktien hat statt der Depotbank das Unternehmen die Pflicht, den Aktionär zu informieren, ihm Geschäftsberichte zuzusenden und ihn zur Hauptversammlung einzuladen. Dem Unternehmen steht es frei, die Führung des Aktienregisters an einen Dritten weiterzugeben. Bei Crowdrange ist das für alle auf der Plattform geführten Unternehmen Teil der Dienstleistung.

Atypische und typische stille Beteiligung

Das Handelsrecht unterscheidet zwischen der atypischen und der typischen stillen Beteiligung. Der atypische stille Gesellschafter ist nicht nur am Gewinn und Verlust der Gesellschaft beteiligt, sondern darüber hinaus auch am Vermögen, einschließlich des Anlagevermögens, der stillen Reserven und ggf. auch des Geschäftswerts. Auch kann er für Verluste über die Höhe seiner Einlage hinaus haftbar gemacht werden. Dafür hat er gewisse Mitsprache- und Kontrollrechte. Bei der typischen stillen Beteiligung besitzt der Gesellschafter in der Regel kein Mitspracherecht. Er ist am Gewinn und je nach Vereinbarung am Verlust des Unternehmens beteiligt, jedoch nicht am Vermögen der Gesellschaft.

Bookbuilding

Ist ein Buchführungs-Verfahren und dient der Festlegung des Emissionspreises von Aktien. Dabei wird der Preis in Form einer Auktion ermittelt. Es wird jedoch kein fester Preis, sondern eine Preisspanne für den Emissionspreis festgelegt, der sich entsprechend der Nachfrage ergibt. Im Unterschied zu Emissionsverfahren mit Festpreisbildung erfolgt beim Bookbuilding die Preisfindung im Dialog mit den Anlegern. So haben die potentiellen Investoren die Möglichkeit, frühzeitig auf die Preisbildung Einfluss zu nehmen, damit der spätere Ausgabekurs ihren Erwartungen entspricht und es zu einer erfolgreichen Emission kommt.

Bookbuilding-Spanne

Geht ein Unternehmen an die Börse, können Interessenten innerhalb einer vorgegebenen Preisspanne, der Bookbuilding-Spanne, Angebote (Zeichnungsangebote) abgeben. Sie umfasst den niedrigsten und höchsten Preis, zu dem eine Aktie ausgegeben werden soll. Ist die Nachfrage hoch, so wird sich der Emissionspreis im oberen Bereich der Bookbuilding-Spanne bewegen. Bei geringer Nachfrage wird der Emissionspreis dementsprechend niedriger ausfallen.

Business-Plan

Er dient der Beschreibung eines unternehmerischen Vorhabens und der inhaltlichen und qualitativ vollständigen und übersichtlichen Darstellung der unternehmerischen Ziele, der geplanten Strategien und Maßnahmen sowie der Rahmenbedingungen. Neben dem Wertpapierverkaufsprospekt bildet der Business-Plan die Entscheidungsgrundlage für Investoren. Im Wesentlichen soll der Business-Plan die unterschiedlichen Phasen der Unternehmensentwicklung mit besonders strategischer Bedeutung darstellen. Erstellt wird ein Business-Plan typischerweise im Rahmen von Unternehmensgründungen, bei der Einführung von neuen Produkten oder zur Einleitung von Umstrukturierungsmaßnahmen. In diesem Zusammenhang soll er verschiedene Aufgaben erfüllen, z.B. die Prüfung der Durchführbarkeit des Vorhabens, die Kommunikation mit potenziellen Finanzierungs- oder Kooperationspartnern oder auch die Planung und Kontrolle des unternehmerischen Vorhabens im Rahmen eines nachträglichen Soll-Ist-Vergleichs. Wichtig für die Beurteilung des Business-Plans ist das Executive Summary, mit dem das Management dem Leser in komprimierter Form die wesentlichen Argumente für und gegen das Vorhaben erläutert. Des Weiteren werden im Business-Plan die geplanten Produkte und/oder Dienstleistungen beschrieben, das Management vorgestellt, Markt und Wettbewerb analysiert, Aussagen zu Marketing und Vertrieb gemacht, benötigtes Personal und die Organisation skizziert, wichtige Realisierungsschritte beschrieben, Chancen und Risiken diskutiert, die Finanzplanung dargestellt und Aussagen zu Kapitalbedarf und Finanzierungsalternativen gemacht.

Crowdfunding

Ziel ist es, interessante Projekte, beispielsweise aus dem Sport, dem sozialen oder dem kulturellen Bereich, zu unterstützen („funding“), ohne dass dabei ein finanzielles Interesse im Vordergrund steht. Crowdfunding stellt eine alternative Finanzierungsform dar, die Verantwortliche von sozialen Projekten mit mehreren Geldgebern („Crowd“) zusammenbringt, die steuerbegünstigt in interessante gemeinnützige Ideen investieren wollen. Da beim Crowdfunding der Geldgeber in der Regel nichts verdient und auch keine Beteiligung erwirbt, ist das Motiv für eine Beteiligung folglich eher ein ideelles bzw. immaterielles Interesse.

Crowdinvesting

Hierbei investieren („investing“) mehrere Personen („Crowd“) in vielversprechende Unternehmen. Der Anleger wird in Form von stillen Beteiligungen, Genussrechten oder Aktien am Erfolg des Unternehmens beteiligt, erhält also eine Rendite.

Crowdsourcing

Dieser Begriff setzt sich auch ‘Crowd’ und ‘Outsourcing’ zusammen. Der Prozess beschreibt die Auslagerung von Arbeits- und Kreativprozessen an die Masse der Internetnutzer. Durch das Crowdsourcing können einzelne Unternehmen Fähigkeiten, Kompetenzen und Leistungen vieler in Anspruch nehmen, um bestimmte Aufgaben optimal zu lösen.

Die Equity Story - das Unternehmensportrait

Darunter versteht man die Übersetzung der Unternehmensstrategie in die Sprache der Investoren, Analysten, Kunden, Geschäftspartner, Mitarbeiter und Medien. Darüber hinaus geht es um das systematische Herausarbeiten von Vorteilspotentialen wie zukünftige Marktchancen, Marktposition des Unternehmens, Highlights in der Firmengeschichte oder Wettbewerbsvorteile. Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich bei der Equity Story um eine Strategie- und Marktbeschreibung, mit der das Unternehmen an die unterschiedlichen Zielgruppen "verkauft" wird. Jede Zielgruppe hat individuellen Informationsbedarf. Investoren und Analysten sind primär an den Wachstumsperspektiven, der Ertragsentwicklung und der Wettbewerbsposition interessiert. Für Kunden und Geschäftspartner sind die möglichen Auswirkungen auf die Zusammenarbeit entscheidend. Die Interessen überschneiden sich vielfältig. Die Schwierigkeit bei der Erstellung der Equity Story besteht darin, eine Informationsgrundlage für alle Zielgruppen zu schaffen, so dass eine zielgruppenspezifische Kommunikation erfolgen kann, die aber vor dem Hintergrund eines stringenten Gesamtbildes steht. Die Equity Story lässt sich somit weder als eigentliche Strategieentwicklung, noch als die Gestaltung von Werbeanzeigen bezeichnen. Sie ist das Bindeglied zwischen Strategie und Erstellung von Kommunikationsmitteln wie Analystenpräsentationen, Werbeanzeigen oder Börsenprospekte.

Eigenkapital

Damit haftet das Unternehmen. Es besteht aus den finanziellen Mitteln, die dem Unternehmen von seinen Gesellschaftern ohne zeitliche Begrenzung zur Verfügung gestellt werden. Das Eigenkapital kann einem Unternehmen von außen (Kapitalerhöhung durch Einlagen) oder von innen (Verzicht auf Gewinnausschüttung, sog. Gewinnthesaurierung) zugeführt werden. Kommt es zu einem Bilanzverlust, so reduziert dies das Eigenkapital.

Eigenkapitalbeteiligung

Eine Eigenkapitalbeteiligung liegt vor, wenn ein Kapitalgeber durch seine Investition Miteigentümer an einem Unternehmen wird. Der Investor stellt sein Eigenkapital zur Verfügung, erhält dafür aber keine Sicherheiten. Sollte es zu einer Insolvenz kommen, so haftet der Investor nur bis zur Höhe seiner Einlage. Im Gegenzug ist er am Erfolg und an der Wertsteigerung des Unternehmens beteiligt.

Emission

Darunter versteht man die Ausgabe von Aktien und anderen Wertpapieren, also die Vermittlung an ein Publikum und die Einführung an der Börse. Die Schaffung von Wertpapieren, ihre Herstellung und der Vollzug durch den Aussteller ist noch keine Emission. Während eine Selbstemission nur für Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute selbst in Frage kommt, ist die Regel eine Fremdemission. Dabei übernimmt ein Konsortium professioneller Finanzdienstleister die Abwicklung der Emission, meist in Form eines Übernahmekonsortiums (Emissionsgeschäft) oder eines Begebungskonsortiums. Das gegenwärtig bevorzugte Emissionsverfahren ist das Bookbuilding, bei dem das übernehmende Konsortium üblicherweise kein Übernahmerisiko hat.

Emittent

Er begibt die Wertpapiere. Bei Aktien übernehmen das die Unternehmen; bei Anleihen können es Unternehmen, öffentliche Körperschaften, der Staat und andere Institutionen sein.

Fremdkapital

Hierbei handelt es sich um Gelder, die als Verbindlichkeiten für einen bestimmten Zeitraum (ggf. gegen Gewährung von Sicherheiten) dem Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Vereinfacht ausgedrückt bezeichnet das Fremdkapital die Schulden, die ein Unternehmen hat. Die Passivseite der Bilanz zeigt die Herkunft der Vermögenswerte eines Unternehmens und gliedert sich dementsprechend in dem Unternehmen bzw. deren Eigentümern gehörendes Eigen- und von externen Quellen geliehenes Fremdkapital. Untergliedert wird dieses nach Herkunft und Fristigkeit. Im Gegensatz zum Eigenkapital sind Fremdkapitalgeber nicht am Gewinn, Verlust oder der Geschäftsführung beteiligt. Für die zeitlich befristete Überlassung von Kapital wird ein Zins gezahlt. Fremdkapital umfasst Finanz-, Lieferanten- und andere Kredite, die zurückgezahlt werden müssen. Für Rückstellungen wird hingegen Eigen- in Fremdkapital transformiert. Es handelt sich dabei um Bilanzpositionen, die für bestimmte Verpflichtungen gebildet werden, die zu einem absehbaren Zeitpunkt auszahlungswirksam werden. Sie folgen dem Prinzip der kaufmännischen Vorsicht.

Frühphasenfinanzierung

Mit diesem Begriff wird die Investition in der Start- und Gründungsphase eines Unternehmens bezeichnet. Es betrifft die Zeit, in der es meist weder ein tatsächliches Angebot oder Produkt gibt, noch erste Kennzahlen, die den Geschäftserfolg abschätzbar machen.

Genussschein

Möchten Unternehmen die Kapitalgeber an ihren Erfolgen beteiligen, so kann dies durch eine stille Beteiligung oder durch Genussscheine erfolgen. Ein Genussschein ist eine Anlageform zwischen Aktie und Anleihe und lässt sich als Fremdkapital mit Eigenkapitalcharakter bezeichnen, das eine zeitlich befristete Laufzeit besitzt. Während Aktien gesetzlichen Kontrollen unterliegen, ist dies bei Genussscheinen nicht der Fall. Der Kapitalgeber investiert und erhält im Gegenzug Genussrechte, die individuell verbrieft werden. Genussscheine werden in der Regel nachrangig ausgestaltet, d.h. die Verbindlichkeiten werden im Falle einer Insolvenz erst nach den Forderungen der anderen Fremdkapitalgläubiger bedient.

Geschäftsbericht

Aus dem jährlichen Geschäftsbericht eines Unternehmens können Aktionäre nicht nur die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung entnehmen, er enthält auch zahlreiche weitere Informationen über die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft sowie die Entwicklung einzelner Geschäftsbereiche. Nach deutschem Recht muss ein Geschäftsbericht den vollständigen Jahresabschluss einschließlich Gewinn- und Verlustrechnung, den Lagebericht, den Bericht des Aufsichtsrats, einen Vorschlag und Beschluss über die Gewinnverwendung sowie bei prüfungspflichtigen Unternehmen einen Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers enthalten.

Greenshoe

Bei der Greenshoe-Option, auch Mehrzuteilungsoption genannt, handelt es sich um eine Wertpapierreserve eines Emittenten bei einem Börsengang im Rahmen eines Bookbuilding-Verfahrens. Sollte die Nachfrage das Angebot übersteigen, so kann sie mit Aktien, die in der Regel aus dem Bestand der Altaktionäre stammen, befriedigt werden.

Grundkapital

Es wird bei der Unternehmensgründung und auch bei späteren Kapitalerhöhungen in eine Gesellschaft eingezahlt. Das Grundkapital besteht aus der Anzahl der ausgegebenen Aktien multipliziert mit dem Ausgabebetrag. Im Falle einer nennwertlosen Aktie verteilt sich dieses einfach auf die Aktienzahl. Dabei darf der anteilige Betrag des Grundkapitals je Aktie 1,00 Euro nicht unterschreiten. Der Mindestnennbetrag des Grundkapitals einer Aktiengesellschaft muss 50.000 Euro betragen. Das Grundkapital ist Bestandteil des auf der Passivseite der Bilanz erscheinenden Eigenkapitals. Es kann entweder als Geld- oder als Sacheinlage erbracht werden. Bei einer Sacheinlage muss eine Bewertung durch einen Wirtschaftsprüfer erfolgen. Als Sacheinlage zählen beispielsweise Beteiligungen an dritten Unternehmen, Maschinen, Anlagen, Werkzeuge, ebenso Erfindungen und Patente.

Hauptversammlung

Bei der Hauptversammlung (HV) treffen sich die Teilhaber einer Aktiengesellschaft und deren oberstes Beschlussorgan. Die HV stellt neben Vorstand und Aufsichtsrat das dritte Organ einer Aktiengesellschaft dar. Entsprechend seinem Besitz an stimmberechtigten Aktien ist jeder Aktionär zur Stimmabgabe auf der HV berechtigt. Sollte er nicht persönlich an der Versammlung teilnehmen können, so kann er Dritte beauftragen, die depotführende Bank, Aktionärsvereinigungen oder Vertrauensleute des Unternehmens. Zu den wichtigsten Befugnissen der HV gehört die Bestellung des Aufsichtsrats, der seinerseits den Vorstand des Unternehmens bestimmt. Darüber hinaus wird bei der HV über die Verwendung des Gewinns entschieden, die Entlastung von Aufsichtsrat und Vorstand sowie über Kapitalmaßnahmen. Im Allgemeinen werden Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst, soweit es nicht um Entscheidungen von besonderer Tragweite wie Satzungsänderungen, Kapitalerhöhungen oder die Liquidation geht. Hierbei bedarf es einer Zustimmung von 75 Prozent des bei der Beschlussfassung anwesenden Kapitals.

Kapitalrücklage

Sie stellt die von Kapitalgesellschaften zu bildende Rücklage dar. Die Kapitalrücklage stellt die Differenz zwischen Grundkapital und dem Ergebnis einer Emission dar, bei der die einzelne Aktie im Nennwert von 1,00 Euro zu einem höheren Preis, z.B. 10,00 Euro, zugeteilt wird. 9,00 Euro würden in diesem Beispiel dann in die Kapitalrücklage gehen. Multipliziert mit der Anzahl der Aktien ergibt sich die gesamte Kapitalrücklage.

Legitimationsprüfung

Im Hinblick auf alle Finanzgeschäfte muss eine Legitimationsprüfung erfolgen, um die handelnde Person zweifelsfrei identifizieren zu können. Dadurch wird sichergestellt, dass niemand eine vertragliche Übereinkunft mit einer Bank, einem Finanzdienstleister oder einer Versicherung unter falschem oder erfundenem Namen trifft und somit Vermögenswerte verheimlicht, Kredite erschleicht oder auch Geldwäsche betreibt, so dass kein Geld aus kriminellen, terroristischen oder sonstigen rechtswidrigen Handlungen versehentlich durch die Bankinstitute verwaltet wird.

Limitierte Order

Sie bezeichnet den Auftrag zum Kauf oder Verkauf einer Kapitalanlage. Der Anleger legt einen bestimmten Kurs fest und erst wenn dieser erreicht wird, erfolgt die Ausführung. Der Vorteil besteht darin, dass die Kurse nicht laufend beobachtet werden müssen, um etwa den richtigen Zeitpunkt für einen Kauf bzw. Verkauf finden zu können.

Liquidität

Darunter wird die Fähigkeit eines Unternehmens verstanden, seinen bestehenden Zahlungsverpflichtungen jederzeit fristgerecht nachzukommen. Beim Aktienhandel versteht man darunter nicht nur die vorhandene Zahlungsfähigkeit oder die verfügbaren Mittel, sondern auch die Verfügbarkeit von Aktien auf einer Handelsplattform wie Crowdrange.

Nachrangdarlehen

Sie sind eine bestimmte Darlehensform, bei der üblicherweise keine Sicherheiten bestehen. Im Falle einer Insolvenz werden die Darlehensgeber nachrangig befriedigt, d.h. erst nachdem den Forderungen aller anderen Kreditgeber entsprochen wurde. Die Zinsen für ein Nachrangdarlehen sind in der Regel höher als für ein „normales“ Bankdarlehen.

Offenes Treuhandkonto

Ein Treuhandkonto ist eine spezielle Kontoart. Es dient der treuhänderischen Verwaltung und Anlage fremder Vermögenswerte, d.h. der Kontoinhaber hält das Konto auf eigenen Namen für fremde Rechnung. Bei der Kontoeröffnung erklärt er ausdrücklich, dass er für fremde Rechnung handelt und die Vermögenswerte eigentlich einem Dritten zustehen. Bei der Variante des offenen Treuhandkontos wird das Konto auf den Namen des Treuhänders mit einem Zusatz zur Kennzeichnung des Treuhandverhältnisses eröffnet. Crowdrange führt die Kundengelder auf offenen Treuhandkonten.

Privatplatzierung

Auch Private Placement genannt. Sie ist das Gegenteil eines öffentlichen Angebots. Dabei werden Vermögensgegenstände, Wertpapiere und Unternehmensanteile speziell nur wenigen Investoren angeboten. Die Privatplatzierung vermeidet insbesondere die Kosten der Börseneinführung und ggf. der Prospekterstellung. Weil dabei keine Vorprüfung und Zulassung seitens der Börse erfolgt und keine gesetzlichen Fristen eingehalten werden müssen, ermöglicht die Privatplatzierung eine schnelle Aufnahme von Kapital.

Proof of Principle

Zu Deutsch „Machbarkeitsnachweis“. Er bezeichnet einen Meilenstein, an dem die prinzipielle Durchführbarkeit eines Vorhabens belegt ist. Findet ein Produkt oder eine Dienstleistung erste Marktakzeptanz bei Kunden, so spricht man von „Proof of Principle“.

Quartalsbericht

Damit ist ein vierteljährlicher Zwischenbericht einer Aktiengesellschaft oder eines Unternehmens gemeint. Ein Quartalsbericht informiert in einem dreimonatigen Rhythmus über die Entwicklung des Unternehmens. Er enthält eine Bilanz, eine Gewinn- und Verlustrechnung, eine Kapitalflussrechnung sowie alle weiteren Angaben zur Geschäftstätigkeit, die für einen Investor relevant sind, um beurteilen zu können, ob er die Aktien des Unternehmens weiterhin hält, kauft oder verkauft. Der Quartalsbericht dient des Weiteren als vorbereitender Indikator für den späteren geschäftlichen Jahresabschluss. In Deutschland ist der Quartalsbericht nicht in allen Börsensegmenten vorgeschrieben. Viele Gesellschaften außerhalb des Prime Standards veröffentlichen ihre Quartalsberichte auf freiwilliger Basis.

Social Marketing

Generell geht es beim Social Marketing um Aktivitäten, die systematisch auf Zielgruppen ausgerichtet werden. Crowdrange möchte den von der Geschäftsidee überzeugten Investor in die Unternehmenskommunikation miteinbeziehen. Durch Social Marketing soll der Investor sämtliche Informationen über Dienstleistung, Produkt und Unternehmen erhalten. Durch Kommunikation in seinem eigenen sozialen Netzwerk kann der Investor das Unternehmenswachstum zudem zusätzlich unterstützen.

Stille Beteiligung

Bei einer stillen Beteiligung leistet der Investor seine Einlage in das Unternehmensvermögen und bekommt als Gegenleistung eine Gewinnbeteiligung. Der Investor hat keinen Einfluss auf das operative Geschäft und tritt nach außen nicht erkennbar als Gesellschafter in Erscheinung. Im Falle einer Insolvenz haften die Investoren nicht über ihre Einlage hinaus und auch eine Nachschusspflicht besteht nicht.

Unternehmenswert

Bei Gesellschaftsformen, die nicht gehandelt werden können, dienen Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Prognosen über zukünftige Gewinne und Verluste als Orientierungshilfe, um den Unternehmenswert zu ermitteln. Bei Aktiengesellschaften lässt sich der Unternehmenswert ermitteln, indem man die Anzahl der Aktien mit dem Kurs der einzelnen Aktie multipliziert.

Venture Capital

Dieser Begriff, auch Risiko- oder Wagniskapital genannt, wird für die Bereitstellung von haftendem Eigenkapital verwendet. Venture Capital ist eine besondere Form von Private Equity oder Eigenkapitalbeteiligung. Hierbei wird das Kapital für eine begrenzte Zeit bereitgestellt. In der Regel wird eine Laufzeit von drei bis zehn Jahren vereinbart und vertraglich fixiert. Auf Sicherheiten seitens des Kapitalnehmers wird weitestgehend verzichtet. Ob Venture Capital angeboten wird, wird in erster Linie von den Wachstumschancen des Unternehmens und der in diesem Zuge resultierenden Rendite abhängig gemacht. Eingesetzt wird Venture Capital zur Finanzierung in jungen Unternehmensphasen, in Wachstumsphasen und zu besonderen Finanzierungsanlässen. Meist wird es von nicht börsennotierten, jungen, innovativen Unternehmen aus dem Bereich der Technologie benötigt. Das Wachstumspotenzial solcher kleinen und mittleren Unternehmen ist zwar enorm, jedoch darf das Ausfallrisiko nicht unbeachtet bleiben. Sollte es zur Insolvenz des Unternehmens kommen, so verliert der Investor sein eingesetztes Kapital. Im Erfolgsfall profitiert er hingegen vom Wertzuwachs des Unternehmens.

Vinkulierte Namensaktie

Sie stellt eine besondere Form der Namensaktie dar. Eine Übertragung bedarf der Zustimmung der jeweiligen Aktiengesellschaft. Vinkulierte Namensaktien dienen dem Unternehmen als Schutz vor Überfremdung oder gar Übernahme durch unerwünschte Konkurrenten.

Wachstumsfinanzierung

Sie bezeichnet die Art der Beschaffung finanzieller Mittel, die insbesondere Jungunternehmen in ihrer Entwicklungsphase benötigen. Bereits etablierte Unternehmen sind meist in der Lage, benötigtes Kapital aus eigener Kraft aufzubringen, z. B. aus dem Cash Flow oder den laufenden Geschäften. Junge Unternehmen verfügen zu Beginn oft noch nicht über solche Reserven. Zudem ist auch das Risiko des Scheiterns gerade in der Wachstumsphase noch sehr hoch. Aus diesem Grund gehen sie einen anderen Weg und versuchen sich Kapital durch Venture Capital- Gesellschaften oder aber durch Crowdinvesting-Plattformen wie Crowdrange zu beschaffen.

Wachstumsphase

Wenn ein Unternehmen gegründet ist und erste Produkte und Dienstleistungen entwickelt hat, folgt der Eintritt in den Markt. Die Wachstumsphase ist mit hohen Kosten verbunden und setzt deshalb viel Kapital voraus. Werden Einnahmen erwirtschaftet, so fließen diese meist direkt wieder in den Geschäftsaufbau.

Wachstumsunternehmen

Der Begriff bezeichnet ein Unternehmen, dessen Beitrag zur Wirtschaft wächst, weil seine Belegschaft oder seine Deviseneinnahmen aus dem Außenhandel mit den von ihm ausgeführten Waren wachsen. Gerade in der Wachstumsphase benötigen Unternehmen Kapital, um beispielsweise Marketing betreiben zu können und so die eigene Popularität zu steigern. Banken finanzieren diese Unternehmensphase nur in sehr begrenztem Umfang, deshalb werden Unternehmen in ihrer Wachstumsphase oftmals mit Eigenkapital von Privaten Investoren, meist Venture Capital-Gesellschaften oder Risikokapitalgeber, finanziert. Aber auch Crowdrange bietet mit seiner Plattform diesen Unternehmen nun die Möglichkeit an Kapital zu kommen.

Working Capital

Ganz allgemein definiert es das Umlaufvermögen und ist die Differenz zwischen diesem und den kurzfristigen Verbindlichkeiten und dient als Kennzahl zur Beurteilung der Liquidität eines Unternehmens. Das Working Capital ist der Teil des Umlaufvermögens, der nicht für die Deckung kurzfristiger Verbindlichkeiten gebunden ist, sondern für das Unternehmen „arbeitet“, ohne im engeren Sinne Kapitalkosten zu verursachen. Gleichzeitig stellt es den langfristig finanzierten Teil des Umlaufvermögens dar.

Zeichnung

Damit wird der Kauf von neuen Aktien unmittelbar vor der Einführung in den Handel bezeichnet. Über mehrere Tage geben potentielle Investoren verbindliche Angebote ab, zu welchem maximal Preis sie bereit sind, Aktien zu erwerben. Das „Bookbuilding“ wird am häufigsten angewandt, um den Ausgabe- oder Emissionspreises zu ermitteln.

Zeichnungsschein

Jeder potentielle Käufer muss ein Angebot abgeben, das darüber Auskunft gibt, zu welchem maximalen Emissionspreis er bereit ist eine bestimmt Summe von Aktien zu kaufen. Der Zeichnungsschein verpflichtet dann den Käufer zum Erwerb und der Bezahlung des neu ausgegebenen Wertpapiers zum angegebenen Emissionskurses. Bei Kapitalerhöhungen einer AG gegen Einlagen ist ein Zeichnungsschein gemäß § 185 AktG erforderlich. Sollte der tatsächliche Emissionspreis unter dem vom Zeichner angegebenen Maximalpreis liegen, so erhält er eine höhere Anzahl von Aktien zu dem geringeren Preis.