Junge Startups und Filmprojekte wie „Stromberg“ waren bislang typische Projekte für ein Crowdfunding. Dem Phantasiereichtum im Crowdfunding sind jedoch keine Grenzen gesetzt: Als erster Profi-Fussballclub setzt nun der VfL Osnabrück auf ein Crowdfunding zur Sicherung der Lizenz.

 

Geht es dem eigenen Verein wirtschaftlich nicht gut, packen Fans seit jeher tatkräftig zu und greifen oftmals auch in die eigene Tasche. Finanziell werden Fans bislang nur eher in Form von Spendenaktionen aktiv eingebunden. Alternativ gibt es nun durch Crowdfunding die Möglichkeit den Verein zu unterstützen und sich am Erfolg des Vereins zu beteiligen. Gerade in Zeiten knapper Kassen bietet Crowdfunding ganz neue Möglichkeiten, schnell und innovativ aber sicher und transparent Finanzpakete zu realisieren. Dass dieser Weg funktionieren kann, zeigen die bereits erfolgreich abgeschlossenen Projekte auf Crowdrange: Zum einen nahmen die Fortuna Düsseldorf Fans das Heft des Handelns selbst in die Hand und legten für ein Denkmal zugunsten des legendären WM-Helden von 1954, Toni Turek, zusammen. Zum anderen unterstützten sie die Etatsicherung des Eishockey-Traditionsvereins Düsseldorfer EG im Projekt „Powerplay 13/14“. Und so funktioniert das Crowdfunding: Fans aus der ganzen Republik können für Beträge ab zehn Euro durch ein Darlehen den Verein unterstützen. Eine feste Verzinsung und eine eindeutige Gewinnbeteiligung lassen die Investoren zu eindeutigen Konditionen am Erfolg teilhaben.

 

Dass dieses Beispiel nicht nur in Notzeiten oder als Spendenaktion funktioniert, davon ist Nikdad Nasseh, Vorstand und Gründer von Crowdrange überzeugt: „Wenn man die Aufmerksamkeit und bundesweite Fan-Basis eines Profi-Vereins aus der ersten, zweiten oder dritten Liga nimmt, dann lassen sich ganz andere finanzielle Dimensionen erreichen.“ Vorstandskollege und Mitgründer Philipp Dunkerbeck hält den Sport für prädestiniert für Crowdfunding: „Die bisherigen Beispiele auf unserer Plattform zeigen, wie schnell Fans in Form des Schwarms mobilisiert und Investments realisiert werden können. Der VfL Osnabrück ist sicherlich nicht der letzte Verein, der auf Crowdfunding zurückgreift.“ Aus diesem Grund ist Crowdrange eine Partnerschaft mit FooBiz Consulting, einer Corporate Finance Beratung mit besonderer Expertise im Fussball, eingegangen. „Crowdfunding könnte sich künftig zu einem innovativen Baustein der Clubfinanzierung entwickeln, gerade in der zweiten und dritten Liga“, schätzt Bundesligainsider und FooBiz Consulting (Projektleitung bei der 1. FC Kaiserslautern Betze Anleihe und der FC St. Pauli Anleihe) Geschäftsführer Dr. Markus Kern die Entwicklung ein. Der frühere Geschäftsführer von 1860 München und ehemalige Direktor Finanzen von Schalke 04 glaubt: „Neben dem sehr speziellen Anwendungsbeispiel ‚Lizenzsicherung‘ dürfte Crowdfunding auch für andere, klar abgegrenzte Projekte gut umsetzbar sein, die sich der Club alleine nicht leisten würde, dem Fan aber wichtig sind.“

 

Für Fragen zum Crowdfunding im Sport stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.